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Studium

Was kann ich mit dem Studium der Tiermedizin machen?

Das Ziel des Studiums der Veterinärmedizin ist das Staatsexamen bzw. die damit erlangte Approbation als Tierarzt/Tierärztin. Nach dem Studium stehen  Absolventen breitgefächerte Möglichkeiten offen. Von der praktizierenden  tierärztlichen Tätigkeit über das Amt bis hin zur Industrie.
Die tatsächliche Spezialisierung oder Fokussierung auf eine bestimmte Tierart oder einen bestimmten Bereich erfolgt in der Regel aber erst nach dem Studium.

Wie kann ich mich für einen Studienplatz bewerben?

Das Studium der Veterinärmedizin ist vor allem bei Abiturientinnen sehr beliebt und die Nachfrage nach den etwa mehr als 1.000 pro Jahr in Deutschland zur Verfügung stehenden Studienplätzen ist etwa fünf mal so groß.

Die Studienplatzvergabe ist von Universität zu Universität verschieden. Die genauen Regelungen finden sich auf den Seiten der jeweiligen Fakultäten oder unter: www.hochschulstart.de

In der Regel setzt sich das Vergabeverfahren jedoch aus

  • der Durchschnittsnote der in der Hochschulzugangsberechtigungausgewiesenen Qualifikation (meist bis 2,5),
  • einer Gewichtung von Fachnoten (Physik, Chemie, Biologie und ggf. Mathematik),
  • einem Motivations- oder Eignungstest sowie
  • der ersten Ortspräferenz zusammen.

Außerdem fällt eine abgeschlossene staatlich anerkannte Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer in einem studienrelevanten Beruf als Auswahlkriterium ins Gewicht.

Als anerkannte Berufsausbildungen gelten zum Beispiel Landwirt, Tierpfleger, Tiermedizinischer Fachangestellter, Hufschmied u.v.m.

 Hochschulen

Universitäts Standorte in:

Hannover
Berlin
Leipzig
Gießen
München

 Berufsaussichten

Ende 2012 waren in Deutschland rund 28.000 berufstätige Tierärzte gemeldet.
Mehr als 18.000 arbeiteten als praktizierende Tierärzte am Tier. Weitere »Arbeitgeber« waren unter anderem der Staat im Bereich Öffentlicher Dienst, Bundeswehr und Universitäten sowie die Privatwirtschaft.

 Persönliche Anforderungen

Hat man einen der begehrten Studienplätze ergattert, beginnen 5 Jahre intensiven Lernens, das meist und vor allem in den ersten Jahren stark von theoretischem Wissen geprägt ist. Für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigt man neben Interesse für naturwissenschaftliche und medizinische Zusammenhänge einen starken Willen, Disziplin und Durchhaltevermögen.

 Nach dem Studium

Neben einer breitgefächerten, fachlichen Ausbildung entsteht aufgrund des teilweise hohen »Leidensdrucks« und dem großen Prüfungsstress auf der anderen Seite jedoch auch schnell ein intensives Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Gemeinschaft. Diese Kollegialität unter den Kollegen spiegelt sich auch im Berufsleben später sehr oft wider und hilft weiter. Es lohnt sich also durchzuhalten: Kaum ein anderes Studium bietet nach dem erfolgreichen Abschluss (Approbation) so viele verschiedene berufliche Möglichkeiten wie das des Tierarztes.

Vorklinik


  • Anatomie
  • Biochemie
  • Physiologie
  • etc.

Klinik


  • Propädeutik
  • Pathologie
  • etc.

Praktikas


  • Praxis
  • Schlachthof
  • Lebensmittelkontrolle
  • etc.

Hier eignet man sich die ersten praktischen Fähigkeiten an. Einige der Praktika können genutzt werden, um seine individuellen Interessen zu verfolgen.

Prüfungsphasen

Die meisten der durchaus zahlreichen Prüfungen erfolgen mündlich in kleinen Gruppen. Für viele Studierende endet der »schlimmste« Teil des Studiums nach den Prüfungen des zweiten Vorklinischen Abschnitts (Physikum), denn danach kommen endlich die ersten Tierkontakte und Erfahrungen im Stall hinzu, wodurch das Studium stark an Praxisbezug gewinnt.

Spezialisierung

Nach Tierarten


Bienen, Fische, Heimtiere, Reptilien, Kleintiere, Wiederkäuer, Pferde, Rinder, Schweine, Wirtschaftsgeflügel, Wildgeflügel, Ziergeflügel, Zootiere

Nach Fachgebieten


  • Anästhesie
  • Anatomie
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Innere Medizin
  • Parasitologie
  • Pathologie
  • Pharmakologie/Toxikologie
  • Physiologie
  • Labor
  • Lebensmittel
  • Milchhygiene
  • Mikrobiologie
  • Tierhygiene
  • Tierschutz
  • Tierernährung
  • Radiologie/bildgebende Verfahren
  • Tropenveterinärmedizin
  • Verhalten
  • Versuchstierkunde
  • Wildtiere
  • Zahnkunde
  • Zuchthygiene und
  • Biotechnologie der
  • Fortpflanzung

Es besteht eine lebenslange Fort- und Weiterbildungspflicht wie in allen medizinischen Berufen!